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Klettern im Elbsandsteingebirge - Diskussionsforum / Gästebuch
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Moderatoren: Andreas Lein, Claudius Lein, Ulrich Schmidt

Datum

Beitrag

hojohe
Beiträge: 5

24.04.2017 11:14
@jens schickhoff
Guter Kommentar. Mehr auf diesem Niveau und dieser Art würde dem Forum sehr gut tun.
Jens Schickhoff
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: Berlin
Beiträge: 179

23.04.2017 10:54
@ QJ
wir haben darüber ja schon live gesprochen, aber was mich an diesen Bildern stört - dem Wanderer auf dem Grenzweg, dem Jortan, dem Thorwalder Gratweg etc. wird Störung der Natur vorgeworfen, Mountainbikern wird die Förderung der Erosion zum Vorwurf gemacht, wer die Fee vom Polenztal besuchen will, muss, wenn er erwicht wird, blechen, weil man sich (gefühlte 10m) vom Weg entfernt. Beeren und Pilze in der Kernzone zu sammeln ist verboten. Aber hier wird die Natur großmaschinell geschädigt, teilweise irreparabel werden Wurzeln zerstört, Steine zerknackt und der Boden tief umgepflügt. Die anschließenden "Reparaturen", wenn sie denn rechtzeitig erfolgen, kaschieren die Schäden nur.
Dieser Widerspruch ist einfach schwer hinzunehmen.
Ich selbst bin mal am Zschätschenhornsteig, der genau so umgepflügt war, zwei Mountainbikern begegnet, die dort gar nicht hätten fahren dürfen. Sie mussten ihre Räder wegen des schlechten Wegzustands schieben, und ich habe mmir im Stillen überlegt, wie ich denen ob des Wegezustands hätte erklären sollen, dass es verboten ist, auf diesem Weg zu fahren.
Aus Sicht des gemaßregelten Wanderers und Bergsteigers ist es absolut nachvollziehbar, dass personelle Konsequenzen gefordert werden.
Und man sollte nicht vergessen, dass eine jahrhundertealte Kulturlandschaft zerstört wird. Die bewusste und mutwillige Eindampfung des Wegenetzes, das Menschen über viele jahre erschaffen und genutzt haben, ist einfach nur Kulturfrevel.
Uhu, Auerhahn, Wanderfalke, Schwarzstorch, Luchs u.a. sind nicht wegen der hohen Frequentierung des Gebiets durch Erholungssuchende ausgestorben, sondern vor allem durch Jagd und Landwirtschaft.
QJ
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: da hamm
Beiträge: 2073

22.04.2017 15:40
Also cleo, mal ehrlich, wer konventionelle Holzernte auch im NP bis zum kompletten naturnahen Waldumbau als notwendig ansieht (steht zumindest auf div. Aufstellern in der Nähe von Forstmaßnahmen), nimmt solche Bilder bewusst in Kauf. Schließlich werden die Planstellen auch zum Teil forstwirtschaftlich durch Holzverkauf refinanziert. Forstökonomisch sind Harvester und Co. nunmal das Wahl der Mittel. Traditionelle Plenterung ist halt nicht mehr bezahlbar. Das bekommen die Forststudis in Tharandt schon seit Generationen gelehrt.

Personelle Konsequenzen zu fordern, ist da schon ziemlich skurril.
gospodin
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 131

22.04.2017 01:15
Zit. @ mäh1:
"Mir scheint ,dass z.B. Bernd Arnold leichtfertig und scheinbar ohne inhaltliche Prüfung seinen Namen für das Pilotprojekt hergegeben hat"

Das "scheinbar" finde ich an dieser Stelle sehr gelungen, auch wenn es Dir nur so scheint!
Matthias
Wohnort: Dresden
Beiträge: 26

21.04.2017 22:18
@glasi24
Danke. Du hast Recht. Ersetze bitte 'Schwimmbecken' mit 'Wasser'.
Karl-Reinhart Löwel
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: auf Asylsuche
Beiträge: 995

21.04.2017 22:17
http://www.sandsteinwandern.de/wandern/?p=19996

mäh1
Wohnort: Altlaubegast
Beiträge: 743

21.04.2017 14:57
Wer sind denn nun die Leute die das Pilotprojekt
ausgearbeitet haben ? Mir scheint ,dass z.B. Bernd Arnold leichtfertig und scheinbar ohne inhaltliche Prüfung seinen Namen für das Pilotprojekt hergegeben hat . Dass das Pilotprojekt mit groben inhaltlichen Mängeln behaftet ist erweist sich an der Bielawächter/Südkante exemplarisch . Nun heißt es den Schaden für die Antragsteller zu begrenzen und jeden nachträglichen Ring einer Einzelfallprüfung zu unterziehen . Größer kann der Imageschaden für den Sächsischen Bergsteigerbund nicht sein . Schade
Ulrich Schmidt
Moderator
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 2552

21.04.2017 07:58
Deine Ausdrucksweise passt nicht hierher. Man muss nicht halb besoffen Blödsinn von sich geben, auch wenn es offenbar schon spät ist.
Sachsensiggi
Wohnort: Gunzenhausen
Beiträge: 34

21.04.2017 00:43
Also meine Meinung zum gepl. Ringschlagprojekt Johanniswacht:
Egal, welcher ferngesteuerter Vollidiot sich da wieder eine Furz im Bürosessel hat entgehen lassen...das Ganze soll ein Test sein, wie die Sächs. Kletterwelt darauf reagiert (übersetzt: zurück agiert).
Die Ges.Versicherungen nutzen den gerade stattfindenden Generationswechsel aus, um sich besser gegen Schadensfälle abzusichern, indem sie einfach mal einen Gedankenfurz loslassen: ,,wie wäre es, wenn...". Genau wie in der Politik.
So, wenn jetzt tatsächlich dort 50-60 R. rein kommen, gehts wo anders weiter, wollen wir wetten?
Das muss unbedingt verhindert werden. Das wäre nach den jetzigen Regeln Sachbeschädigung.
Überlegt mal: Wenn ich von oben abseile und wild Ringe in einer Wand verteile, wie ich will... wegen was werde ich dann angezeigt?(falls mich dabei jemand sieht). Und diese A... haben ihre eig. Regeln? Was bilden die sich eigentlich ein?


Zuletzt bearbeitet am: 21.04.2017 07:56 von Ulrich Schmidt
Aiquille
Beiträge: 15

18.04.2017 14:08
Matthias Jäger
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: Riesa
Beiträge: 192

18.04.2017 10:55
Vollständig Verlorene Illusion in den Affensteinen? Hab ich was verpasst?
Aiquille
Beiträge: 14

18.04.2017 08:39
NEUES PILOTPROJEKT IN DEN AFFENSTEINEN.. da aufgrund des Wetters über Ostern der Felsen so leicht angefeuchtet war und niemand auf das klettern verzichten wollte werden jetzt an ausgewählten nicht oft begangenen Wegen (zB vollständig verlorene Illusion) im 2 Meter - Abstand solarbetriebene Handföngeräte installiert. Diese können von unten per Knopfdruck aktiviert werden. 10 Minuten späääter kann eingestiegen werden. Wir wollen dorch nicht auf den Kletterspaß bei Regen verzichten. Überhaupt wer verzichtet denn heute noch...
Jupp
Beiträge: 60

18.04.2017 01:16
Steffen:
Wenn Deine Einschätzungen stimmen (oder auch nur eine davon), dann wäre das aber doch in jedem Falle ein triftiges Argument gegen die Ausstattung der besagten Felsseite mit zusätzlichen Ringen.
Denn: Ringe nicht notwendig oder nicht im Wegverlauf.
glasi
Wohnort: Glasergrund
Beiträge: 199

17.04.2017 21:06
@ Mathias 24 :
die unzähligen unterschiedlichen Festigkeiten des Sandsteines mit der immer gleichen Eigenschaften des Wassers im Schwimmbad zu vergleichen zeugt von einer Tendenz hier im Forum sich die Argumente zurechtzubasteln. Da hast du es gleich in die Top 10 geschafft!
mäh1
Wohnort: Altlaubegast
Beiträge: 742

17.04.2017 20:11
Lol 😂 Außer AZ und Steffen-RS scheint den Weg kaum jemand geklettert zu haben . (wie auch , da gehen notgedrungen nur Gipfelsammler klettern) Aber die Methode , außerhalb der gängigsten Kletterlinie rumzuturnen und dann n.R.'s zu fordern , macht bestimmt Schule . Tolles Osterei 🐣

Zuletzt bearbeitet am: 17.04.2017 20:15 von mäh1
Steffen-Rucksachsen
Beiträge: 14

17.04.2017 16:55
Die Bielawächter-Südkante eignet sich m. E. weder als Argument für noch gegen das Projekt. Ich habe die Südkante einmal geklettert, wie sie im KF von 1981 "Südkante geradewegs zum Gipfel." bzw. 2015 "Südkante gerade zum Gipfel." beschrieben ist. D.h. wesentlich weiter rechts von der "tatsächlichen Kletterlinie" und der "Kletterlinie des Projektes" auf dem Foto unmittelbar an der markanten Kante (ohne Benutzung des markanten Risses rechts von meinem Einstieg). Dabei bin ich natürlich an den ersten drei eingezeichneten Schlingen überhaupt nicht vorbeigekommen. Die Kletterei fand ich schwer und im unteren Teil ungesichert. Interessanterweise habe ich jetzt festgestellt, dass die Beschreibung im KF von 1965 folgendermaßen lautet: "In der südlichen Schmalseite geradewegs zum Gipfel.". Diese Beschreibung würde besser zu den Kletterlinien des Fotos passen. Interessant wäre, wie der Erstbegeher den Weg geklettert ist. Ich werde bei Gelegenheit mal schauen, ob das Gipfelbuch mit der Erstbegehungseintragung im Archiv aufzufinden ist. Also entweder der Weg führt direkt an der ausprägten Kante lang, dann ist er schwer, im unteren Teil ungesichert und die angedachten Ringe würden nichts bringen. Oder der Weg geht die eingezeichneten Kletterlinien des Fotos entlang, dann ist der Weg wahrscheinlich leichter, besser gesichert, die Ringe wären nicht zwingend notwendig und würde aber nur bei großzügiger Auslegung mit der aktuellen Wegbeschreibung übereinstimmen.
mäh1
Wohnort: Altlaubegast
Beiträge: 741

15.04.2017 01:50
Lieber JHS fahr doch mal nach Berdorf /Luxemburg . Da stecken in einem Sandsteingebiet die Haken so dicht , dass man teilweise nur jeden zweiten Haken einzuhängen braucht . Und weil da jeder in irgendwas einsteigen kann sieht der Fels arg ramponiert aus . Der Fels dort hat sehr große Ähnlichkeit mit dem Brandgebiet . Schade , die ganzen Käntchen sind da abgebrochen . Sieht sehr grauslich aus .
Matthias
Wohnort: Dresden
Beiträge: 25

14.04.2017 10:45
@JHS: Mehrheiten und Minderheiten sind auch immer eine Sache des Bezugs. Die Mehrheit der Begeher des Dolchs (Ärmelkanal) akzeptiert das Risiko. Die Mehrheit der Bevölkerung eher nicht, da hast Du sicher recht. Doch darauf kam es mir in dem kleinen Beispiel nicht an.

Zuletzt bearbeitet am: 14.04.2017 10:47 von Matthias
Fleischgewordene Löschtaste
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 365

14.04.2017 05:08
Mal etwas anderes, lieber maboe:

Gerade berichten die Fachmedien, dass beim Fuß-und Handball die Zweikämpfe und überhaupt jeder Körperkontakt verboten werden sollen. Es muss endlich Schluss sein mit den wochenendlichen Kreuzbandrissen,Knöchelbrüchen, Hämatomen, Kopfplatzwunden ... bis hinunter in die Kreisklassen. Man denke nur an den armen Deckarm.Sogar beim Training bestehen noch diese Gefahren.
Es wird auch Zeit, dass andere Volkssportarten mit der Zeit gehen. Neulich in der Halfpipe ... igitt, ich kann kein Blut sehen.

Handriss und Sex - nur noch mit Gummi. Lebt unfruchtbar!

Mit meinem Plüschtier im Arm grüßt dich und dein Plüschtier
deine Löschtaste


Zuletzt bearbeitet am: 14.04.2017 05:10 von Fleischgewordene Löschtaste
Ulrich Schmidt
Moderator
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 2551

13.04.2017 23:55
Vermutlich ist das Gipsbein ein ähnlich alternativer Fakt wie das Gemunkel.

Zuletzt bearbeitet am: 13.04.2017 23:57 von Ulrich Schmidt

 


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