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Klettern im Elbsandsteingebirge - Diskussionsforum / Gästebuch
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Moderatoren: Andreas Lein, Claudius Lein, Ulrich Schmidt

Datum

Beitrag

Matthias Jäger
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: Riesa
Beiträge: 201

15.01.2018 21:16
Eine Bitte an die nächsten Besucher des Kesselturmes: macht bitte bei meiner Jahresersteneintragung "Bergheil 2017" aus der 7 eine 8... Üblicher und ärgerlicher Fehler zu Jahresbeginn.
QJ
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: da hamm
Beiträge: 2128

12.01.2018 10:20
@Camillo: Da lohnt es sich, einer "Lesung" von Michael Diemetz beizuwohnen. Seine Erlebnisse sind zentraler Bestandteil seiner Erzählung. Köstlich.
Harri
Wohnort: Schwaben
Beiträge: 204

11.01.2018 14:51
Ich kann mich noch sehr gut an den "Pflaumkuchenquergang" erinnern.Es war äußerst schwer.Es wurde Barfuß geklettert.

Zu Pflaumenkuchen kann ich noch eine Anektode beitragen.
Walter Barth erzählt " Die Bäckerei,links der Rosel,stellt
stellt die Blechkuchen zum auskühlen in den Eingang,welcher zur Rosel führte.
Die Toiletten lagen damals schon im Keller.Auf der Veranda im linken Teil wurde gebooft.In der Nacht mußt einer Dringend und marschierte zur Toilette den Gang entlang über die Kuchenbleche,welche Pflaumenstreuselkuchen beinhaltete.
Es war vor meiner 58 begonnen Kletterzeit.
Ich habe in den 60iger vielemals an die Geschichte gedacht,als wir auf der Veranda schliefen.Da waren die Türen noch offen und viele kannten sich untereinander.

Ähnlich war es früher in der Ottomühle.
Es war jedenfalls eine schöne Zeit!
Ich denke mal,das sich hier noch einige Bergfreunde noch an
Camillo erinnern?


richi92
Beiträge: 1

09.01.2018 22:15
wo geht die besagte traverse den entlang? hat jemand dazu informationen
mäh1
Wohnort: DD-Laubegast
Beiträge: 858

09.01.2018 16:29
Im Frühjahr könnte man mal die "Pflaumenkuchentraverse" machen und dann hier berichten. Die waren damals bestimmt schon in der Lage 9b-c zu klettern. Aber mit welchen Schuhen ? Barfuß? Kann das sein ? Ich vermute mal, dass es bei der Traverse um ein "Stromproblem" ging, will heißen wer die längste Ausdauer hatte. Wenn dazu jemand eine qualifizierte Aussage treffen könnte wäre das schön.
QJ
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: da hamm
Beiträge: 2127

09.01.2018 13:04
@MK, 3 cm/a: Da kann man ja ausrechnen, wann der eine oder andere "neue" Gibbl "ausgegraben" oder besser "ausgetragen" ist
Maier Klemens
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 500

09.01.2018 12:04
Erosion/Hahnbild Bereich Gansfels
Der heutige Vorblock links vom Hartmannweg ist noch nicht zu erkennen, Einstiege Flügelschlag > Südwestweg.

Kann mich erinnern, dass der "Originaleinstieg" vom Hartmannweg, nicht der ausgelatschte Trampel Odervariante (Kamin), ganz schön happig für eine Sternchenzwei war.

Rund 3 Meter "Sandschwund" in rund 100 Jahren "in der Ecke" wären ca. 3 cm pro Jahr. Das ist ganz schön!

Haste fein gemacht, mäh1.
Teichmann,patrick
Beiträge: 59

08.01.2018 21:57
Danke flueggus.Und ich dachte,wenn man den Hasse/Stutte quasi auswendig kennt,kennt man jede Anekdote,was OPS betrifft.Da lag ich falsch,das einzige,was mir beim Wort "Pflaumenkuchen" durch den Kopf ging,war der neue Rekord im Mengenessen bevor die Barbarine erstbegangen wurde.Leider ist mir entfallen um wieviel Stücke es sich handelte😉
mäh1
Wohnort: DD-Laubegast
Beiträge: 857

08.01.2018 19:41
Wenn man mal bissel zoomt, erkennt man recht eindeutig, dass der Wegpfad unter der Gans auf Höhe des heutigen Vorbaus verlief. Wollte man also die Pflaumenkuchentraverse klettern, sollte m.E. schon Seilsicherung von der BuD-Variante eingeplant werden. Nicht verwechseln mit den Bouldern oder der schweren Einstiegsvariante vom Willi am später freigelegten Vorbau darunter.
mäh1
Wohnort: DD-Laubegast
Beiträge: 856

08.01.2018 19:15
http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/72053970/df_bika099_0000815_motiv

Jetzt befindet sich der Wandfuss 3 m tiefer ? 😳


Zuletzt bearbeitet am: 08.01.2018 19:25 von mäh1
flueggus
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: darheeme
Beiträge: 476

08.01.2018 18:16
@Teichmann,Patrick: Die Pflaumenkuchentraverse ist das wohl älteste bekannte Boulderproblem der Welt. Ein Quergang am Fuße der Gans zwischen dem Einstieg der Vajoletkante und dem originalen Einstiegskamin der Südwestwand. Der Perry hatte damals jedem, der die Traverse in seinem Beisein klettern konnte, in der "Rosel" ein Stück Pflaumenkuchen spendiert.
Mittlerweile befinden sich die durch vielfaches Begängnis auffällig ausgelatschten Tritte in gut zwei Meter Höhe.


Zuletzt bearbeitet am: 08.01.2018 18:17 von flueggus
Teichmann,patrick
Beiträge: 58

08.01.2018 12:40
@MK,also Erosion,welcher Art auch immer.Was bitte ist die "Pflaumenkuchentraverse"?Vor allem,wo ist Sie?
QJ
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: da hamm
Beiträge: 2126

08.01.2018 12:33
Naja, wo ehem. die Bodenoberfläche war, kann man an div. "Stelzen-Kiefern" v.a. im Rathener Bereich sehen.
Maier Klemens
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 499

08.01.2018 11:55
Winderosion > ?
Ich bin keine "Bodenkundler", aber unter Winderosion versteht man landläufig die Abtragung von "Bodenmaterial" durch Wind.

mäh1: Dein Gedanke mit dem Bildvergleich "scheint" gut, nur hab ich noch keine Bilder von der "Pflaumenkuchentraverse" von Hahn gesehen. Die Abhandlung über "Elbsandstein" ist interessant.
mäh1
Wohnort: DD-Laubegast
Beiträge: 855

07.01.2018 19:01
http://www.senckenberg.de/files/content/forschung/publikationen/geologicasaxonica/52-53/01_grunert.pdf - Tabelle 4 auf Seite 10 gibt über gemessene Abriebwerte Auskunft. Was mich freut ist, dass auf Seite 15 die Frostbständigkeit (deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen) unserer Sandsteinfelsen bestätigt wird. Also kann man bei Frost ohne schlechtes Gewissen eine Jahreserstbesteigung machen. ⛄️ Aber MK meint wohl etwas anderes: Wie stark die Bodenerosion am Wandfuss tatsächlich ist, lässt sich an historischen Fotoaufnahmen unserer Felsen ermitteln. Wäre dann eine Fleißaufgabe : Historisches Foto versus aktuelles Foto vom gleichen Kamerastandpunkt.
Auch sehr interessant : Auf Seite 16/17 wird auf Schäden durch korrodierende Stahlanker (bei uns Sicherungsringe) am Sandstein eingegangen. Durch das Schwarzbrennen der Sicherungsringe und dem anschließenden Verbleien selbiger ist eine gute langjährige Lösung möglich, die sich zudem an das historische Bild der Sicherungsringe anlehnt. Die m.M.n. häßlich vor sich hin blinkenden Edelstahlhaken wären daher gar nicht zum Austausch alter Ringe durch die KTA notwendig.


Zuletzt bearbeitet am: 08.01.2018 07:24 von Ulrich Schmidt
Teichmann,patrick
Beiträge: 57

07.01.2018 14:20
Du meinst wohl eher Bodenerosion?
Zur Winderosion gibt es Messungen am Meissner Dom.Da wurde 1cm Substanzverlust in ca 50 Jahren gemessen.Unter Berücksichtigung der Ausgesetztheit der Türme umd Festigkeit des verwendeten Stein's kann man bedingt Rückschlüsse auf die Sächsiche Schweiz ziehen.
Nachzulesen im Buch "Klettern im sächsichen Fels" von Däweritz.
Maier Klemens
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 498

07.01.2018 11:19
Winderosion ?

Es gibt Wege, da weicht heute die alte Bewertung von den tatsächlichen Gegebenheiten ab. So z. B. am Bloßstock - Gipfelstürmer Weg, Vorderer Torstein - Erkerweg, Großer Lorenzstein - Südkamin oder die alte Übung „Pflaumenkuchentraverse“ von Oliver Perry-Smith lässt sich schon lange nicht mehr in Absprunghöhe realisieren. Die Winderosion verändert permanent das Gebirge und damit auch die eine oder andere Bewertung.

Gibt es „Langzeituntersuchungen“ über die Winderosion im Elbsandsteingebirge und lassen sich daraus Erfahrungswerte ableiten?
Sergeant Pepper
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 199

05.01.2018 20:09
Na gut, ich probier's mal. Passend zum empfohlenen Link:

Ziel des heutigen Tages sind die "gravitační komplexy" an der Paprika. Mit dabei sind Helmut und Walter, zwei willige Nachsteiger, ein eher kurz gebauter sächsischer Kletterriese - zuständig für den Vorstieg, Eva, die keine Ahnung von nichts hatte und meine Wenigkeit. Den ganzen langen Zustiegsweg plagt mich nur ein Gedanke: "Wie komme ich aus der Kiste am elegantesten, d.h. noch vor dem Einstieg raus.

Der Riese und die beiden Willigeren der Oberpfälzer Buben steigen ein - ich verbringe den Tag mit Eva in, unter und auf den Felsen der Bašta.

Des späteren nachmittags Zusammentreffen mit der Truppe von der Paprika. Gravitační komplexy waren abgehakt und jedem der Oberpfälzer Buben war anschließend ein eigener Vorstieg auferlegt worden. Zusammen mit dem Riesen mache ich mich auf den Rückweg zu Auto und Bier, der Rest der Oberpfälzer Delegation will sich noch etwas die Beine vertreten.

" Du bist jetzt noch gar nichts geklettert", zerstört der Riese die Stille des Tales.
"Doch, doch, ich war ja mit Eva unterwegs, an der Slunečná und so ..."
"Ja schon, aber nicht mit mir!"
"Du musst mir noch was vorsteigen!" insistiert der Riese.
"Äähmm?" (Zum rettenden Ausgang kann es nur mehr ein paar hundert Meter sein)
"Das da!"

Er zeigt auf ein schräg über dem Weg liegendes grünes Biotop. Fels unter dem grünen Belag konnte man nur erahnen. Allein - der Ring im Grünen musste ja irgendeine Bedeutung haben. Über die leichte Ostkante auf den Gipfel. Von dort aus dem Abseilsitz entfernt der Riese zwei, drei Moosbüschelchen, die sich meinem Vorstieg entgegenstellen könnten. Er nennt es "Putzen".

Heute kann ich behaupten, ich wäre einem echten Zehnerkletterer schon mal eine Route vorgestiegen! In Adersbach! Na gut - Wekelsdorf. Die näheren Umstände verschweige ich für gewöhnlich.
Nordlicht
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: Hamburg
Beiträge: 511

04.01.2018 19:06
Nein, liebes mäh1.

Wir dürfen keine negative Energie von außen zulassen, hörst Du?
Wir müssen unseren eigenen Weg gehen und so anderen Mut machen.
Niemals aufgeben. Niemals.

Letztes Jahr habe ich eine Bekannte an den Wahlsieger in Sachsen verloren. Ausmisten, Krone richten und weitergehen. Es gibt so viel Interessantes zu entdecken. Auf ein neues, fantastisches Jahr 2018


Zuletzt bearbeitet am: 04.01.2018 19:07 von Nordlicht
Sergeant Pepper
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 198

04.01.2018 11:47
Mein Hinweis auf den FGL Link sollte keinen davon abhalten, hier seine Anekdoten zum Besten zu geben. Ich tu das ja auch hin und wieder - einfach aus Spaß an der Freude.

Also "Frisch Auf!"

 


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