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Klettern im Elbsandsteingebirge - Diskussionsforum / Gästebuch
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Moderatoren: Andreas Lein, Claudius Lein, Ulrich Schmidt

Datum

Beitrag

Maier Klemens
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 627

13.11.2019 12:42
Zum Thema "Zugangswege zu den Kletterfelsen" stand im letzten SBB-Heft ein lesenswerter Artikel. Was mich an den Ausführungen irritierte war der Satz:

„Verbieten lässt sich das Begehen dieser Zugangswege den Abenteuertouristen leider nicht“ ???

Laut Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft über den Pflege- und Entwicklungsplan für den Nationalpark Sächsische Schweiz/ Teil Bergsportkonzeption, Abschnitt Klettergipfel und – Wege sind das „Sondermarkierungen“ für die Zustiege zu den Kletterfelsen.

Das Begehen eines Pfades mit „Sondermarkierung Kletterzustieg“ ist laut NPVO § 8 (1) Satz 10. in der Kernzone nur zur unmittelbarem Ausübung des Felskletterns gestattet. Im Satz 11. steht „im unmittelbaren Zusammenhang mit der Ausübung des Felskletterns“. Boofen in der Kernzone gibt es sowieso keine.

Das ist m.E. ausreichend verständlich um die Spreu vom Weizen zu trennen und reicht völlig um den „Abenteuertourismus“ auf Kletterzustiegen zumindest in der Kernzone einzudämmen. Und genau so steht die Sondermarkierung „Klettergzugang“ auf den „Gebotstafeln“ an vielen Wanderzugängen.

Insofern kann ich oben gemachte Aussage schlecht nachvollziehen.
Patrick T
Beiträge: 55

13.11.2019 10:56
Liebe FGL.
Danke für die Antwort! Welche Datenbank vom "Wessi" meinst Du? Die, von Jörg B?
Ja, genau das Bild mein ich, sieht gewaltig aus.
Fleischgewordene Löschtaste
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 805

13.11.2019 10:49
"@FGL, kannst Du mir bitte etwas zur Absicherung des "Leuchtender Pfad" sagen?"

Sportkletterabsicherung mit BH. Per Camalots beliebig übersicherbar. Das steht doch in der DB vom Wessi.

"Tolles Bild!"

Welches Bild meinst du? Dieses?:

http://jpig.de/koken/albums/2012-1/content/sendero-luminoso-1/lightbox/
QJ
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: da hamm
Beiträge: 2204

13.11.2019 07:28
@AndreasE

Bin ich mir nicht sicher. U.a. Planscheibe wäre sicher gegangen. Ansonsten war der Blick von der Straße nach Bielatal zum Pfaffenstein gigantisch. Das B-Tal war windstill und sonnig .
Terry
Beiträge: 66

12.11.2019 21:24
Noch etwas schlechter zu erreichen, weiter Richtung Freital, auf der anderen Seite, die Invalidenwand, ein kleiner Trost...?
Und etwas untergegangen; In Oybin, am Kelchstein wird jetzt den Bedingungen in klassischer Weise nachgegeben, Touristenbusse, die bisher offensichtlich die Straße blockierten, bekommen jetzt ein offizielles Plätzchen vom Sachsenforst Zittau installiert.
Quasi Naturerlebnis wie Heroin, möglichst plötzlich und intensiv, jetzt offiziell.
Wer sucht, findet den Ansatz eventuell mit vieeel Phantasie hier:
http://naturpark-zittauer-gebirge.de/de/files/les_2018-03-16_2___nderung.pdf
AndreasE
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 83

12.11.2019 18:22
Zumindest war/ist die Begerburg (fast) das einzige Kletterziel welches von Dresden auch mal schnell mit dem Rad zu erreichen war/ist. Das Müglitztal wäre mir bei letztsonntäglicher Witterung zu kalt/feucht gewesen. Lößnitzgrund ist hübsch, aber zumindest die Einstiege sind auch schattig.
Und "Sinuskante", "Sonnenkante" und "Spannungsbogen" u.a. waren wirklich großartige Routen um die es m.M. nach schade ist. Ich denke die mangelnde Lobby für den Bruch liegt auch an den wenigen gängigen Routen und das laut Hörensagen doch auch ab und an mal Fels herunterkam.
mäh1
Wohnort: DD-Laubegast
Beiträge: 1066

12.11.2019 18:13
Dass ein Herr Löwinger einfach so mit seiner Vermarktung der Begerburgfelsen durchkommt hat auch mit der Duldung der Kasse des Vertrauens im Liebethaler Grund zu tun ..... Da hätte man schon vor Jahren energisch gegen einschreiten müssen. Gibt es das eigentlich in den westlicher liegenden Bundesländern, dass fürs Klettern in einem Klettergebiet Eintritt bezahlt werden muss ?
Sergeant Pepper
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 248

12.11.2019 17:13
Heidis erster Vorstieg. Es war, glaube ich, in der Similaun an den Sonnenplatten. Ich ermuntere Heidi die nächste Seillänge vorzusteigen. Zumindest die erste Zwischensicherung ist nicht allzu weit weg und der kurze Lingksquergang (mit dem nächsten Nirostahaken) eigentlich nicht zu übersehen, ist doch die Seilschaft Edgar/Sigrid voraus um uns, respektive Heidi, den Weg zu weisen. Allein, für Heidi gibt's nur eine Richtung. Aufwärts immer, seitwärts nimmer! Die mögliche Sturzhöhe in denkbar ungünstigem Sturzgelände wächst und macht meine Magenmuskulatur krampfen.

Ich habe das Gefühl, dass ich als Sicherer meinen Einsatz erhöhen müsse. Ich kann nicht mehr einfach nur dastehen und das Seil, regelkundig umgelenkt, durch einen Birnenkarabiner schieben. Ich sollte im Falle eine Falles, nämlich Heidis, versuchen, deren Sturzhöhe zu verringern. Vermutlich, würde sich Heidi das im Falle ihres Falles von mir, ihrem Mentor, wünschen. Was anderes, als meine Selbstsicherung zu verlängern und gegebenenfalls ins Kräfte¬dreieck zu springen fällt mir nicht ein. Ich bin leicht gestresst.

Ich hab' nicht springen müssen, und ich bin nicht sicher, ob ich's getan hätte. In der Situation jedenfalls, hatte ich mir es fest vorgenommen, mittels beständiger Affirmationen versucht, ins Hirn rein zu brennen. Spring!

Scheiß auf E = irgendwas, wenn die Hütte brennt!

Sergeant Ratlos Pepper
QJ
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: da hamm
Beiträge: 2203

12.11.2019 16:48
@AndreasE:

Schau ins Müglitztal. Da sind auch ein paar schicke Wände in und um Glashütte. Die passen perfekt in eine Halbtagsplanung, allerdings von DD etwas weiter.

Ansonsten habe ich schon vor etwa 2a mit der Begerburg abgeschlossen, als ich vor einem abgeschlossenen Tor stand.
Patrick T
Beiträge: 54

12.11.2019 16:29
Vor allem der große Steinbruch im Lößnitzgrund ist aller Mühen wert,ihn wieder in Betrieb zu nehmen.
Hat da nicht früher die DDR Bergsteigerelite trainiert?
@FGL, kannst Du mir bitte etwas zur Absicherung des "Leuchtender Pfad" sagen?
Tolles Bild! Gewaltiger Riß!
Harri
Wohnort: Schwaben
Beiträge: 237

12.11.2019 14:51
FgL: Ganz wissentlich halten sogar die Schlingen die in Sportläden hängen.
Welche Schlingen haben bei deiner bersportlichen Tätigkeit nicht gehalten?
Hochwissenschaftliche Grüße
Ulrich Schmidt
Moderator
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 2686

12.11.2019 12:33
Ich vermisse das nicht.
Die verkehrstechnische Erreichbarkeit ist mies.
Der Verkehrslärm im Grund ist ziemlich unerträglich.
Der "Sportklettersteig" ist eine von der ursprünglichen Klettersteigidee diametral abweichende Stahlseilhangelei.
Wenn Engagement des SBB, dann würde ich mir das für den Lößnitzgrund wünschen.
AndreasE
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 82

12.11.2019 08:36
Vermisst eigentlich jemand da Kleinod Begerburg? Am Sonntag wären perfekte Bedingungen fürs stadtnahe Halbtagesziel gewesen. Statt schattigem Dasein im Liebethal oder Lößnitzgrund wäre im Hohlspiegel vielleicht gar T-Shirt-Wetter gewesen. Leider hat Herr Löwinger das traditionsreiche Sportklettergebiet in eine Klettersteiganlage umgewandelt die nur gegen Bares genutzt werden darf. Ob die Routen überhaupt noch begehbar sind ist unklar. Vermittlungsversuche zwischen Landesverband und Eigentümer blieben scheinbar erfolglos. Der SBB ist sich leider auch nicht zu schade Werbung fürs kommerzielle Treiben an den Eisenstiegen zu machen.
Fleischgewordene Löschtaste
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 804

12.11.2019 08:10
Mein lieber Mr. Blonde,
Du begreifst erwartungsgemäß den Unsinn „zwischen dieser Zeile“ nicht, du Harri!
amüsierte Grüße von deiner Löschtaste


Zuletzt bearbeitet am: 12.11.2019 08:21 von Fleischgewordene Löschtaste
Mr.Blonde
Beiträge: 17

11.11.2019 23:41
Es war so friedlich hier, die letzten Wochen...Ernsthaft, begreifst du den Sinn zwischen der Zeile

" Die Schlingen halten alle,wenn man nicht runterfällt."

nicht, oder suchst du nur wieder Streit? Agressionsabfuhr?

"geriatrisch-ahnungsloses Geschwafel" schäm dich, du arme Wurst.


Zuletzt bearbeitet am: 11.11.2019 23:42 von Mr.Blonde
Fleischgewordene Löschtaste
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 803

11.11.2019 21:42
„ Die Schlingen halten alle,wenn man nicht runterfällt.“

Mein lieber Harri,

Das soll wohl ein Schenkelklopfer sein, ist aber leider nur geriatrisch-ahnungsloses Geschwafel. Auch wenn du mir wieder nicht glauben können wirst, kenne ich mehrere Kletterer, die sind recht schmerzhaft in Schlingen gefallen, die schon vor dem Sturz nicht gehalten haben, z.B. Jan F. (Gott habe ihn selig.).

Mitleidige Grüße von deiner Löschtaste
Tillmann
Beiträge: 96

11.11.2019 18:22
Es wurden wieder flächendeckend Zustiegsmarkierungen entfernt.
Harri
Wohnort: Schwaben
Beiträge: 236

10.11.2019 18:27
Die Schlingen halten alle,wenn man nicht runterfällt.

Bei Saukälte klettern,bedeutet nicht nur das der Fels eventuell Schaden nimmt,sondern auch sondern auch deine
Extremitäten.
Ich habe mir z.B.an den Händen böse Kälteblasen an der Brosinnadel geholt.
Tut auch nach 50Jahren noch bei Kälte weh.
Sergeant Pepper
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 247

10.11.2019 14:37
Die Zeiten wo ich auf die Frage meines Seilpartners, "Elbsandstein oder Dolomiten?" mit "Elbsandstein" antwortete, sind lange vorbei. Meine Dankbarkeit ist jetzt auch nicht so übermäßig ausgeprägt.

Wem auch gegenüber?

Dem Kohl? den Tschechen? dem Gorbi? dem Reagan? dem Bush sen.? der Bohley? den Ungarn? dem Schabowsky? dem Schorlemmer? dem Reich? der Kahane? dem einen wahren Volk?

Aber insgesamt, bin ich, besonders was mein Bergsteigen angeht, froh, dass es so gekommen ist, wie es gekommen ist. Ich hatte seit 1990 ein tolle Zeit, mit Wahnsinnsrouten, selber geklettert, und noch wahninnigeren, nachgestiegen. Habe interessante Leute mit interessanten Lebensentwürfen und interessanten Einstellungen kennengelernt. Habe für mich auch aus dem sächsischen Sandstein 'raus tschechische Gebiete "erobert" und habe, gestärkt in Vorstiegsmoral und durch Nachahmung sächsischer Vorbilder, sogar für mein Klettern und Bergsteigen in den Dolomiten profitiert.

Bemerkenswert für mich ist auch die Erfahrung, dass es den Ossi gar nicht gibt, insbesondere habe ich, glaub' ich zumindest, nie den "Jammerossi" getroffen, wohl aber "Besserwossis"; aber in der westlichen Ausgabe treffe ich die ja auch fast täglich und wahrscheinlich werde ich von manchem auch dafürgehalten.

Bedauern tu' ich, dass ich, ob des sächsischen Dialektes, manchen Erzählungen an den Lagerfeuern nicht in ausreichender Manier folgen konnte. Oft habe ich mich gefragt, warum lachen die? Aber für Oberpfälzer, die ja quasi dialektfrei aufwachsen, war die gesprochene sächsische Sprache oft nicht zu dechiffrieren. Sei's drum, in Arco verstehe ich auch nicht alles.

Lasst uns also weiterwurschteln und großzügig über unsere Fehler, Mängel und Macken hinwegsehen. Ich werde mir auch bei meinem nächsten Besuch im Elbsandstein - dem geschätzt vierzigsten - geduldig die sächsischen Kletterregeln erklären lassen.

Berg Heil allen Sachsen und solchen die es werden wollen oder mal werden wollten.

Pepper
mäh1
Wohnort: DD-Laubegast
Beiträge: 1065

10.11.2019 00:26
Patrick die vernähte Bandschlinge hat Sergeant Pit Pepper am 6.11 17:25 Uhr in die Diskussion eingebracht, nicht ich. Was das Winterklettern angeht: An richtig gefrorenem Fels (war ja eigentlich die Frage) habe ich eigentlich nie geklettert und sowieso nur im Nachstieg. Mein Eindruck war dass in einer längeren Frostperiode der Fels trockener wurde, mit Ausnahme des Gipfelkopfes (vielleicht durch Tau?) . Da brachen dann auch schon mal schnell kleine Kanten ab wenn man auf dem Gipfel herum lief.Aber an einer Massiven Wand unter dem Gipfelbereich kann ich mich an keinem Felsausbruch erinnern. Wie gesagt, das sind meine Erfahrungen, andere Leut sehen das vielleicht anders. Man kann schon den ganzen Winter klettern gehen, nur im Frühjahr schwitzt man dann sehr an den Fingern, das ist der Nachteil.
JTr
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: Zwischen Daumen und Zeigefinge
Beiträge: 98

09.11.2019 18:39
Asche auf mein Haupt...
Nordlicht
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: Hamburg
Beiträge: 545

09.11.2019 13:21
Ich werde nicht müde, mich immer wieder bei den Menschen zu bedanken,
-- die mir den Elbsandstein näher gebracht haben, und
-- die das alles überhaupt erst ermöglicht haben.

Danke

Maier Klemens
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 626

09.11.2019 12:00
Eis/Härte "Mit Sicherheit nicht."

Kommt wieder auf die Temperatur an!
Patrick T
Beiträge: 53

09.11.2019 06:12
Vielleicht noch ne (vernähte) Bandschlinge um den Zapfen...zum zwischensichern.
mäh 1, jetzt kommst Du wieder in's Spiel!
JörgB
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: Dresden
Beiträge: 527

08.11.2019 22:27
Bei gefrorenem, nassen Sandstein ist eigentlich die Festigkeit das nachrangigere Problem, die unberechenbare Glätte ist hier so übel, das man sich da besser fernhält. Interessant wird es wieder, wenn sich Eiszapfen bilden und man sich daran festhalten kann. Da gehen plötzlich Dinge, die gehen überhaupt nicht
Ulrich Schmidt
Moderator
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 2685

08.11.2019 17:39
"Und ist gefrorener, nasser Sandstein so fest wie trockener Fels?" Mit Sicherheit nicht. Nur - welchen Sandstein meinst Du? Rathen, Brand, Bielatal, Pfaffenstein?
Terry
Beiträge: 65

08.11.2019 17:07
Mich würde eher mal interessieren, warum heizt sich Sandstein im Sommer nicht langsam auf, und gibt im Winter diese Wärme langsam wieder ab? Für "langsam" dürften ja recht gute Isolationswerte vorliegen. Einerseits gibt es auch in der S.Schweiz Höhlen, die durchaus konst. Temperaturen über dem Nullgrad haben, aber kaum fällt ein bisschen Schnee, bleibt der, soweit ich mich entsinne, auch auf Sandsteinuntergrund schnell liegen.
Und ist gefrorener, nasser Sandstein so fest wie trockener Fels? Oder wird das Eis durch Belastungskräfte sofort wieder zu Wasser?
Durch den hohen Luftanteil bis zu 50% tritt bei Sandstein im Gegensatz zu anderen Gesteinsarten praktisch kaum Frostsprengung auf. Nur gelegentlich findet man kleine schuppenartige Abplatzungen, meist an Stellen, wo fast immer auch Wasser zu sehen ist, und das Gestein bereits harte Plattenstrukturen aufweist.
An allen anderen Stellen ist es fast unmöglich, dass sich ein genügender Druck aufbaut, dieser verliert sich, unter den gegebenen zeitlichen Bedingungen, beinahe unbehindert ins Gestein.
(So kann es sein, dass die Sandsteinfelsen, wenn es nicht zu sauer wird, noch länger so zu sehen sind, als die Alpen, wobei diese ja inzwischen eher unter Frostmangel leiden.)
Wie aber ist das nun, wenn eine wesentlich schnellere Belastung durch einen Kletterer auf einen durchfrorenen Griff einwirken? Erfahrungswerte?
Terry
Beiträge: 64

08.11.2019 16:25
Noch mal was zu Versprödung. Es gibt diesen Effekt spätestens ab -30°C tatsächlich, mir sind noch die Geschichten vom Bau der Druschba-Trasse im Kopf, da hatten die teilweise auch deswegen erhöhten Reparaturbedarf. Allerdings betrifft das m.W. nach eher Gussteile mit hohem Kohlenstoffanteil. Schmiedeeisen, vor allem die Ringe, und Edelstahl, als grundsätzlich etwas weicherer Stahl, ist davon wesentlich weniger betroffen.
Außerdem ist die Sprödigkeit nur im Moment der fehlenden Wärme gegeben. Wird es wieder wärmer, ist das Material natürlich auch wieder elastischer.
Da die Abseilösen trotz ihrer Dicke wahnsinnig biegsam sind, gehe ich davon aus, dass diese auch mind. bis -50°C problemlos zu benutzen sind.
Ein sicheres Gefühl beim Klettern wünsch ich euch.
Terry
Beiträge: 63

08.11.2019 16:09
@ kletterfranz "Mastwurf in geschlossene Öse?" Ja das geht, auch vernäht, wenn man die Schlinge doppelt nimmt.

Und die höchsten Fangstoßwerte bekommt man, wenn es der Sicherer schafft, während des Sturzes (des VS) in den Stand noch ganz viel Bandschlinge oder besser noch Statik- oder Kevlarseil, einzuziehen. Damit bekommt man sogar Sturzfaktoren >2 hin.
QJ
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: da hamm
Beiträge: 2202

08.11.2019 15:35
Tatsächlich spiele ich sehr gern Stone Age. Allerdings gehe ich lieber klettern. Beides lässt sich in entspannten Urlauben vortrefflich verbinden. Glaubst Du ernsthaft, dass ich eine Formelsammlung für mechanisches Grundwissen bemühen muss?

Aber was ist schlimmer: Eine Antwort auf einen offensichtlich hohlen Beitrag zu geben oder einen hohlen Beitrag zu schreiben.
Sergeant Pepper
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 246

08.11.2019 11:41
Smiley - Smiley - Smiley - Smiley - Smiley - Smiley - Smiley

Wer bei meinem Beitrag 244 eine Formelsammlung bemühen muss, um die Schwachstellen zu erkennen, sollte seine Freizeit mit Brettspielen verbringen und nicht an den Fels gehen.
und
Wer den Vorschlag so ernst nimmt, dass er die Mühen einer Erwiderung auf sich nimmt, sollte es mal mit einem VHS-Kurs in Sachen Humor versuchen.
und
Wer noch nie überlegen musste, spring ich jetzt oder nicht, weil, wenn nicht, zerlegt es meinen Vorsteiger ganz fürchterlich und wohl auch ultimativ und diesen Gedanken wegen "E ist irgendwas mal irgendwas" sofort wieder verworfen hat, dem würde ich klassische Bergkameradschaftsqualitäten absprechen, auf die Zurückzugreifen, man beim "echten" Klettern schon mal gezwungen sein könnte. Früher jedenfalls, sind Sachsen (unter Missachtung der eigenen körperlichen Unversehrtheit) noch gesprungen, wenn z.B. Franken sich in ihren Vorstiegsbemühungen überhoben hatten.

Sergeant Hermann Pepper

Smiley - Smiley - Smiley - Smiley - Smiley - Smiley - Smiley
Maier Klemens
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 625

08.11.2019 10:28
....."..sondern um zwischensichern an Aö's." !

Theorie die 2. -> Artikel in B & S: Energie ist Kraft mal Weg; Teil 1 + 2
Matthias3
Beiträge: 248

08.11.2019 09:22
QJ: Das die Antworten auf mäh's Blödsinn nicht ernst gemeint sind, sollte jedem klar sein. Du solltest da jetzt nicht noch ironisch gemeinte Antworten mit Formeln wiederlegen.

Besser diese "Diskussion" wird beendet. Manches ist mittlerweile eher traurig als amüsant ....
QJ
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: da hamm
Beiträge: 2201

08.11.2019 07:26
"Weil dem so ist, benutze ich als Zwischensicherung eine 2 Meter lange Schlinge, um sicherzustellen das genügend kinetische Energie in kürzester Zeit abgebaut wird. Um die Sturzhöhe (des Vorsteigers) zu verkürzen, springe ich (Sicherer) dann vom Standplatz ins Seil."

... erhöht sie halt nur die auf den Sicherungspunkt wirkende Masse, wenn den auch noch das Sicherungspersonal belastet.

Mmmhhh, Naturgesetze (E = m*g*h) sind halt etwas feines.
Mr.Blonde
Beiträge: 16

07.11.2019 21:09
Sämtliche Schlingen, materialunabhängig, sind praktisch nicht verformbar. Wo und wie soll da Energie umgewandelt werden? Im Falle eines Sturzes ins Seil hat man Seildehnung und der Sichernde hinterher im Idealfall eine gewisse potentielle Energie (springt ab und hängt 3m höher). Im Fall einer Schlinge nimmt dein Körper alles auf. Und "verformt" sich. Auf die Länge kommt es hier, mal, nicht an.

Was mich vielmehr sprachlos macht: Langjährige Kletterer reden hier Quasi einem Standplatzsturz in eine Schlinge das Wort. Seid ihr Wahnsinnig? Ein Faktor 2 Sturz mit 80 kg in eine vernähte Bandschlinge und das Ding ist durch (x cm Schlinge, 2x cm Sturzweg).

https://m.youtube.com/watch?v=SY12o2FxjpU


Zuletzt bearbeitet am: 07.11.2019 21:13 von Mr.Blonde
mäh1
Wohnort: DD-Laubegast
Beiträge: 1064

07.11.2019 06:10
Von meiner Seite spricht nichts dagegen wenn ihr euren "Körper" dafür zur Verfügung stellt um die Sturzenergie abzubauen. Nur zu. Und was ist mit der entstehenden Reibungsenergie beim umlenkenden Karabiner, fließt die in eure Berechnung der Energiefaktoren nicht mit ein ? Hm

Zuletzt bearbeitet am: 07.11.2019 06:15 von mäh1
JörgB
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: Dresden
Beiträge: 526

06.11.2019 20:58
Wenn man in eine an der Abseilöse festgemachte Bandschlinge springt, egal wie lang, dann wird die Energie nicht von der Schlinge abgebaut, sondern vom menschlichen Körper. Und da ist mir dann eine kurze Schlinge lieber, da ist die Energie wenigstens nicht so hoch.
Zu zehnt gleichzeitig abseilen habe ich noch nicht gemacht. Aber danke für die Anregung.
Matthias3
Beiträge: 247

06.11.2019 20:13
2m... ist das jetzt ne kurze oder lange Schlinge?

Bei der Zwischensicherung ist mir das Problem mit dem festen Knoten egal. Ich lass die Schlingen einfach hängen.

Wie erkennt die KTA eigentlich, welches Material wegen Versprödung getauscht werden muss? Gibt's da ne Klangprobe? Oder wird z.B. nach einem harten Winter alles getauscht?
Sergeant Pepper
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 245

06.11.2019 19:08
Ja, ja ich weiß, Energie wird nicht abgebaut, sondern maximal umgewandelt (so wie Milch in Schlagsahne) ...
Aber sonst ist alles so, wie beschrieben. Ich schwör's!
Pepper
Kletterkater
Beiträge: 23

06.11.2019 18:49
Ich empfehle immer, die Länge der Schlinge mindestens 0,5x Abstand des Sicherungspunktes zum Boden zu wählen. Da ist man immer auf der sicheren Seite, was die Haltbarkeit von versprödeten Equipment angeht und sämtliche Verknotungen lassen sich nach einem Sturz ohne Probleme lösen.

Bis dahin mit duktilem Gruß!

 


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